Annaberg anno 1733 - Alterzgebirge

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Annaberg anno 1733

In: Georg Kleinhempel, Annaberger Annalen 1658 - 1735, Transliteration: Helmut Unger

Den 1. Februar soll ihre königliche Majestät in Polen, in Krakau, Todes verblichen sein und den 9. Februar ist die Post gekommen, daß keine Musik soll auf den Hochzeiten gehalten, wie auch in der Kirche keine Orgel gespielt werden.

Den 10. Februar, als den Dienstag, hatte der Rektor der Lateinschule, Mag. Christian Glolius, Hochzeit, die Braut ist gewesen Eleonore Sophie Scheuereckin.

Den 14. Februar ist das erste Mal angefangen worden zu läuten von 11 Uhr bis um 12 Uhr, und ist geläutet worden sechs Wochen. Den Sonnabend vor dem Palmsonntag ist aufgehört worden, aber den Sonntag nach Ostern ist wieder angefangen worden zu läuten. Montag und Dienstag hernach ist auch zu Mittag von 11 bis 12 Uhr geläutet worden, aber um 1 Uhr ist eine ganze Stunde hindurch geläutet worden, hernach wurde eine Dankpredigt gehalten, aber die Bürger und der Rat sind in keiner besonderen Kleidung nicht gegangen wie es bei anderen Festen ist gehalten worden.

Den 2. Mai gegen Abend schlug das Wetter in Schlettau ein und brannten etliche 60 Häuser ab. Den Montag schlug das Wetter bei uns in Annaberg in den Kirchturm ein und zerschlug das Kirchenfenster beim Turm völlig entzwei, dem Pelikan über der Schönen Kirchtür hat es den Kopf abgeschlagen, in der Schule zwei Fenster zertrümmert, hernach in des Herrn Mag. Gensels Sohn seinem Hinterhaus, wo er sich aufgehalten, hat es auch in den Fenstern Schaden getan.

Den dritten Pfingsttag war es sehr kalt und trübe. Die Nacht zwischen 10 und 11 Uhr kam ein Gewitter und schlug vor dem Böhmischen Tor beim Pferdeteich in die zwei Scheunen ein, brannten ab, aber bei der Stadt tat es weiter keinen Schaden.

Den 14. Juli, am Sonntag zu Mittag, waren die Bürger, wie auch der ganze Oberbergische Kreis, auf nach Freiberg zur Huldigung. Am Mittwoch kamen sie wieder, hatten schönes Wetter. Den Donnerstag fing es an zu regnen, darauf wurde es sehr kalt, daß die Schwalben hinweg zogen, hernach wurden den Sommer über nur wenige gesehen.

Den 24. Juli, Nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr, kam ein großes Gewitter mit Hagel und Schloßen, daß die Schloßen an manchen Orten sehr hoch gelegen sind und an Getreide und Gartenfrüchten großen Schaden getan haben.

Den 22. September, an einem Dienstag, abends, brannte Oederan ab.

Den 4. Oktober, an einem Sonntagabend, brannten die Scheunen in Scheibenberg ab, wenn man will nach Schwarzenberg gehen. Durch zwei Jungen, die mit Schlüsselbüchsen geschossen haben, daß Feuer auf die Scheunen gefallen ist, wurde das Feuer entfacht.

Den 1. Oktober, am Sonntag, wurde das erste Mal im gemeinen Gebet für den König in Polen und Kurfürst in Sachsen gebetet.

Den 30. Oktober, an einem Freitag, fingen sie an das Rathaus zu heben und brauchten 14 Tage, den 6. November wurden sie fertig.

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