Annaberg anno 1725 - Alterzgebirge

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Annaberg anno 1725

In: Georg Kleinhempel, Annaberger Annalen 1658 - 1735, Transliteration: Helmut Unger

Den 5. Februar wurde durch königlichen Befehl das Geld verboten, als 8-Pfennig-Stücke und allerhand ausländische Münzen.

Den 8. März, an einem Donnerstag, wurde durch den Stadtknecht öffentlich auf allen Kreuzwegen ausgerufen, welches Geld verboten und wie die Münzen gegolten, als die 8 Pfennig vor 6 Pfennig, die 1 Groschen vor 8 Pfennig und alle anderen Münzen, welche nicht alle beschrieben werden können. Es hatte aber nicht lange gewährt und alles ist weitergegangen.

Zu Fastnacht gegen Abend brannten zu Lengefeld 13 Häuser weg.

Den 21. Mai mußten unsere Soldaten nach Dresden wegen Aufruhr der Bürger, daß Mag. Hahn erstochen worden ist. Den 3. Oktober kamen sie wieder.

Den 16. Juni, in der Nacht zwischen 11 und 12 Uhr, war ein schweres Donnerwetter, ging bei der Stadt gnädig ab, aber auf den Warmbader Weg hat es eingeschlagen, hat zwar nicht gezündet, aber fünf Stück Vieh erschlagen.

Den 5. August schossen sie den Vogel ab, König wurde Johann Christoph Weiß, ein Seifensieder.

Den 9. September, am Sonntag, hat der Posamentiermeister Christian Ziemler Hochzeit gehalten, so ist das erste Mal die Orgel geschlagen worden. „Wie schön leuchtet der Morgenstern ...“ ist gesungen worden. Der Bräutigam hat dem Organisten 4 Groschen geben müssen, dieweil der Organist so wenig Besoldung hat, ist ihm dieses zugelegt worden.

Den 8. November wurde ein neuer Ausreiter angenommen mit Namen Johann Benjamin Kleinhempel, ein Buchbinder allhier.

Den 16. November war Herr Bürgermeister Wex auf nach Dresden zum Konvent-Tage, aber den 17. März 1726 kam er wieder nach Hause, waren unverrichteter Sache auseinander gegangen. Den 8. April 1726 ist Herr Bürgermeister Wex wieder nach Dresden zum Konvent-Tag gegangen, dauerte bis zum 2. Mai.

Den 19. Dezember, am Mittwoch, fing es an zu schneien und stand das Schneien und die Schlittenbahn bis 1726, den 8. April. Es war meist starker Wind mit Schnee und Frost. In Wind- und Schneewehen ist der Schnee an manchen Orten 5 - 6 Ellen hoch gelegen.

Diesen Sommer durften die Bauern Holz hereinfahren.

Dieses Jahr galt das Maltz Gerste 25 Taler
Der Hopfen 5 Taler
Das Strich Korn 2 Taler
Der Weizen 2 Taler 4 Groschen
Das Strich Hafer 1 Taler

1658 | 1659 | 1660 | 1661 | 1662 | 1663 | 1664 | 1665 | 1666 | 1667 | 1668 | 1669 | 1670 | 1671 | 1672 | 1673 | 1674 | 1675 | 1676 | 1677 | 1678 | 1679 | 1680 | 1681 | 1682 | 1683 | 1684 | 1685 | 1686 | 1687 | 1688 | 1689 | 1690 | 1691 | 1692 | 1693 | 1694 | 1695 | 1696 | 1697 | 1698 | 1699 | 1700 | 1701 | 1702 | 1703 | 1704 | 1705 | 1706 | 1707 | 1708 | 1709 | 1710 | 1711 | 1712 | 1713 | 1714 | 1715 | 1716 | 1717 | 1718 | 1719 | 1720 | 1721 | 1722 | 1723 | 1724 | 1725 | 1726 | 1727 | 1728 | 1729 | 1730 | 1731 | 1732 | 1733 | 1734 | 1735

 
Suchen
(c) 2016 Gert Süß.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü